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MEIN Schicksal, MEIN Weg - meine Sicht von KARMA

Das Leben sehe ich heute auch spirituell ganz anders als früher. Anfangs - in den 90er Jahren auf meinem spirituellen Weg - versuchte ich natürlich möglichst viel Positives in mir aufzubauen, doch ist mir schnell bewusst geworden, dass ich meine positiven Kräfte kaum halten kann, sie weder genießen, noch sie mich ausleben traue, weil ich dazu die Reaktion anderer viel zu sehr fürchtete.

Und traute ich mich doch und es kam eine negative Reaktion, konnte ich meine Kräfte sowieso nicht mehr halten, nahm alles persönlich und habe mich erneut in mein Schneckenhaus zurückgezogen. Ich fühlte mich bestätigt, dass ich nichts in meinem Leben auf die Reihe bekomme...

Es wurde erst anders, als ich lernte, meine negativen und unangenehmen Anteile, letztlich einfach mein Schicksal in mir anzunehmen, allem in mir zu begegnen und mit mir selbst immer besser umgehen zu lernen, um mein Schicksal/das Negative zu wandeln.

 

Angst, Wut, Schmerz - auch körperlicher Schmerz, Krankheit, Schuldgefühle, Kritik, Kontrolle, Hass, Erwartungen, Forderungen, Einschüchterungen, Zeitdruck... all das ist nicht verschwunden, weder in mir noch in meinem Leben - nur ich fürchte es nicht mehr. Ich lernte damit so gut umzugehen, und mit der richtigen Kraft es sogar zu wandeln.

Und das Gefühl, fähig zu sein etwas Negatives zu wandeln ist für mich unbeschreiblich!

Für mich ist klar, ALLES IN MIR und in meinem Leben hat einen Sinn und ich kann aus allem ganz viel lernen - so als würde ich auf einen Berg gehen und die steilen Anstiege immer besser studieren, um immer unbeschwerter zu gehen.

 

Aus meiner Sicht ist die Wandlung selbst das eigentliche Ziel unseres Lebens. In meiner Kommunikation mit der geistigen Welt habe ich dazu folgende Erfahrung gemacht:

Nachdem ich erfolgreich eine Existenzangst wandeln konnte, fühlte ich mich frei und gut. Tags darauf begegnete ich der Angst erneut und war sehr beleidigt und beschwerte mich bei der geistigen Welt.

Daraufhin kam folgende Antwort:

Es geht nicht darum FREI von Angst zu werden oder zu bleiben, sondern die BEFREIUNG zu lernen. Denn erst durch die „Befreiungskraft“ fürchtest Du die Begegnung mit der Angst nicht mehr und kannst sie selbstverständlich wandeln lernen. - Erst danach wurde mir bewusst, wie viele Ängste ich zu wandeln hatte und wie sehr ich darum kämpfte „Keine Angst zu haben“...

 

Da es um die Wandlung von Angst geht, läuft also nichts falsch, wenn ich ihr begegne. Die Frage ist, wie ich dabei MIT MIR SELBST umgehe. Und dadurch fand ich heraus, dass es für jede negative Kraft immer auch eine wandelnde oder befreiende Kraft gibt!

 

Und noch eine Erklärung hat mir geholfen zu verstehen, dass es um Wandlung geht:

Wenn wir alle einst Engel waren, ein Licht im Lichte Gottes, eins mit Gottes Liebe und allem was wunderbar ist - warum sind wir dann auf diese Erde gekommen? Was habe ich mir hier vorgenommen? Denn dass ich hier das Reich Gottes NICHT erlebe, das war jeder einzelnen Seele vollkommen klar!!!

WENN es aber darum geht, dass ich das Paradies selbst IMMER WIEDER NEU ERSCHAFFEN lernen möchte, dann macht es Sinn, denn dann brauche ich natürlich eine Umgebung, in der weder Licht noch Liebe vorhanden ist. Wie sollte ich sonst die wahre Kraft meiner eigenen Liebe und meines eigenen Lichtes erfahren können...

 

Da ich selbst gerne auf Berge gehe, habe ich verstanden, dass jegliches Hindernis, jegliche Herausforderung mir helfen, sie meistern zu lernen. So verstehe ich auch alle inneren und äußeren Schwierigkeiten in meinem Leben! Und wie am Berg, lernte ich die seelische Wandlung behutsam anzufangen und dann langsam immer mehr zu steigern.

 

Und das ist mein Weg:

Ich lerne täglich dazu, traue mich immer mehr Themen zu begegnen, traue mich immer intensiver und immer mehr in Vergangenheit und Gegenwart alles in mir zu wandeln.

 

Vielleicht mag das jemandem seltsam vorkommen, aber alles was Dir in Deinem Leben begegnet oder begegnet ist, hat einen „wunderbaren“ Sinn. Und es will Dich dazu bringen unendlich viel dazuzulernen und wunderbare Wandlungskräfte zu entwickeln. So verstand ich auch meinen seelischen und körperlichen oder materiellen Leidensdruck, den ich unbewusst selbst erhöht habe, weil ich mich meinen Themen so lang nicht stellen wollte, weil ich mein Herz nicht für mich selbst öffnen und mit mir selbst nicht gut umgehen lernen wollte...

 

Schicksal, Karma, Probleme, Krankheiten... sehe ich nun ganz anders, eher als Versuch meiner Seele, mich dazu zu bringen, endlich all meine wunderbaren Wandlungskräfte zu entwickeln. Denn um nur in Licht und Liebe zu leben, hätte ich mir definitiv den falschen Planeten ausgesucht.

 

Die Wandlung als Lebens-Ziel?

Karma ist einfach gesagt all das, was ich an unangenehmen Themen oder Aufgaben nie gelöst, nie gewandelt habe und sie deshalb wiederhole. Meinem Schicksal, meiner Bestimmung, meinen Aufgaben zu begegnen ist nicht kompliziert, ich muss dazu nicht weit suchen, denn unangenehme Themen, Probleme, Ängste, Sorgen, Krankheiten haben wir - wenn ich erlaube sie wahrzunehmen - genug im Leben und auch in der Vergangenheit schon erlebt. Sie zu wandeln ist für mich das Ziel geworden!

 

Ich durfte erfahren, dass ich durch die Wandlung meines Karmas, meiner Probleme,

meiner unangenehmen Gefühle, erst wirklich zu leben begann.

Und somit habe ich die Wandlung selbst als Ziel begriffen.

 

Nun, ich gehe auch gerne auf Berge und wenn ich schwierige Stellen besteigen lerne, dann lerne ich jedes Mal unendlich viel dazu! Habe ich sie gemeistert, dann höre ich natürlich nicht auf, diese Stellen zu gehen, sondern dann fange ich an, die Wanderung viel mehr zu genießen. - Und so ist das auch seelisch. Nur weil ich mein Karma wandle, höre ich deshalb nicht auf, mich mit unangenehmen Themen auseinanderzusetzen, sondern ich versuche es selbstverständlich werden zu lassen. Weil ich eben erst dann mein Leben wirklich genieße.

Stell Dir nur vor, Du würdest den Umgang mit Angst selbstverständlich werden lassen

und so die Angst selbst nicht mehr fürchten...

- MEIN Leben hat dies komplett verändert!

 

In was sich mein Karma verwandelt:

Alles in dieser Welt wurde von INNEN heraus erschaffen, die Natur, jedes Tier, jeder Mensch, jede Pflanze, jeder Stein und jeder Berg. Denn im Innersten ruht das Göttliche. Und wir als Mensch wären eigentlich fähig, dieses Innerste immer wieder neu zu offenbaren, auf jeder Ebene, in uns selbst und auch in unserer Umgebung. Zuerst wäre es natürlich wichtig, das Göttliche in uns selbst offenbaren zu lernen. Dann könnten wir es auch um uns herum offenbaren...

Das Negative wandelt sich immer in etwas Wunderbares!

Denn in allem Negativen ruht im Innersten auch das Göttliche.

 

Ein Beispiel dazu: Negative Gefühle sind wie Pflanzen, nur weil ich sie nicht mag, sind sie nicht falsch! Nur mein Umgang damit macht sie für mich zu etwas Negativem... Wandle ich meine Abwehr, werde ich erkennen, wie viele wunderbare Pflanzen es im Garten meiner Seele gibt. So erlebe ich es mit allem in meinem Leben.

 

Da es in mir noch so viel zu wandeln gibt, empfinde ich mich selbst als Anfänger dieses Weges der Wandlung. Und ich freue mich über jede Seele, die den Weg der Wandlung ebenfalls geht.

Herzlichst Heliamus Raimund Stellmach